Basis und Junghundetraining

 
Im Bereich der Basisausbildung bzw. des Junghundetrainings geht es in erster Linie darum, die Bindung zwischen Hundeführer und Hund zu stärken sowie das 
Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen zu fördern. Außerdem soll ein neutrales Verhalten des Hundes gegenüber diversen Umweltreizen wie Joggern, Rädern usw. erreicht werden. 
Hierzu werden die Grundkommandos wie Sitz, Platz, Fuß oder Bleib erlernt und der Grundgehorsam soll erfolgreich vertieft werden. Damit ist natürlich auch die Leinenführigkeit verbunden. 
Um dies zu erreichen, arbeiten wir mit viel positiver Verstärkung mittels Spielzeug, Leckerli und Lob, denn nur so kann der Hund motiviert und an die freudige Arbeit mit seinem Menschen herangeführt werden. 
Zusätzlich ist es unser Ziel, das Verständnis des Hundeführers für den Hund und dessen Verhalten zu wecken. 
Die Basisausbildung bzw. das Junghundetraining dient als Vorbereitung auf die Unterordnung und ist die Grundvoraussetzung für weitere Hundesportarten. 
 
Trainer: Petra Artz 

 BH-Vorbereitung

 
Um intensiv auf die Begleithundeprüfung (BH) hinzuarbeiten, werden nun die im Junghundetraining erlernten Fähigkeiten vertieft. Die Grundkommandos werden gefestigt und die Fußarbeit ausgebaut, indem z.B. an der für die Prüfung nötigen Freifolge und an der Unbefangenheit gegenüber fremden Menschen und Hunden gearbeitet wird. Auch die Leinenführigkeit spielt hier wiederum eine zentrale Rolle. 
 
Die BH ist eine im VDH anerkannte Prüfung, mit der das Wesen und das Verhalten des Hundes sowie dessen Gehorsam überprüft werden. Sie ist Voraussetzung für Hunde, die später eng mit dem Menschen zusammenarbeiten sollen - sei es im Beruf oder im Hundesport wie beispielsweise beim Agility, Obedience oder beim IGP. Nachdem der Hundehalter in einem schriftlichen Sachkundeteil geprüft wird, absolvieren Hund und Hundehalter den Hauptteil der BH als Team. Getestet werden unter anderem das Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit sowie seine Unterordnungsfähigkeit. 
 
Trainer: Andreas Öhlschläger


Agility


Der Begriff 'Agility' kommt, wie auch die Hundesportart, aus England, zu deutsch im weiteren Sinn übersetzt "Spass und Freude an der Bewegung".
Agility ist eine klassische Teamsportart für Mensch und Hund. Ein Freizeitsport für jedermann, der den Hund ähnlich, wie beim Springreiten, durch einen Hindernisparcours möglichst schnell und fehlerfrei mit Hilfe von Körpersprache, Geschick und Stimme führen muss. Intensives und fachkundiges Training ermöglichen hier sowohl dem Hundebesitzer, als auch seinem Vierbeiner sich sicher im Parcours zu bewegen. Die Hindernisse können dabei sehr unterschiedlich sein. Sprung, Mauer, Reifen, Wippe, Tunnel, Steg oder Slalom sind nur einige, die nicht nur optisch, sondern auch in ihren Schwierigkeitsstufen, eine große Abwechslung bieten. Eine unendliche Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten dieser Hindernisse ergeben so immer wieder neue Aufgaben. Es kommt bei dieser Sportart auf möglichst exakte Kooperation von Mensch und Hund an. Dies wollen wir spielerisch mit dem Hund erlernen, mit Belohnung und Spielzeug, ohne Zwang. Der Hundeführer kann einzig durch Körpersprache, Sicht- und Hörzeichen dem Hund die Richtung durch den Parcours vorgeben. Je harmonischer dieses Zusammenspiel verläuft und je besser die Verständigung zwischen den Partnern funktioniert, desto besser wird das Ergebnis und - vor allem - um so größer wird der Spaß für beide Teampartner sein. Agility fordert Sie und Ihren Hund geistig und körperlich, es bietet Ihnen und Ihrem Vierbeiner die Möglichkeit Bewegung und Beschäftigung mit kontinuierlichem Lernen optimal zu verbinden, als "Team" zu wachsen, Selbstvertrauen aufzubauen und dabei zusammen viel Spaß zu haben. Dieser Hundesport ist nahezu für jedermann und jeden gesunden Hund,gleich welche Rasse oder Größe, geeignet. Der Hund sollte spielfreudig und bereits zu Beginn eines Anfängerkurses 1 Jahr alt sein. Ein guter Grundgehorsam ist Voraussetzung, da die Hunde sehr schnell ohne Leine an die Hundernisse gewöhnt werden. Erfolge lassen in diesem Sport nicht lange auf sich warten. Die Hunde begreifen schnell, um was es geht und sind mit Begeisterung dabei. Dieser Sport ist weltweit anerkannt und kann auch als Turniersport ausgeübt werden. Obwohl das längst nicht mehr überall so ist, arbeiten wir auch weiterhin konsequent nach dem Motto: "Agility is fun!". Schließlich soll der gemeinsame Spaß mit dem Hund immer an erster Stelle stehen.
                     - Agility fasziniert durch Harmonie zwischen Hund und Mensch. -

Trainer: Andreas Öhlschläger, Nicole Burkert

IGP


Bildet man einen Hund im internationalen Gebrauchshundesport (IGP) aus, so geschieht dies nach der internationalen Prüfungsordnung für Gebrauchshunde. 
Dieser Ausbildungsbereich ist ein vielseitiger Sport für alle Hunderassen. 
Hierbei gibt es die drei Abteilungen Unterordnung, Fährtenarbeit und Schutzdienst. 
Die Unterordnung stellt die Basis der gesamten Ausbildung dar. Obwohl es um den Grundgehorsam geht, soll der Hund die Übungen freudig ausführen. Die harmonische Zusammenarbeit des Mensch-Hund-Teams steht im Vordergrund. 
Bei der Fährtenarbeit wird eine vom Menschen gelegte Spur nach vorgegebener Zeit abgesucht und abgelegte Gegenstände auf der Fährte werden durch Verweisen vom Hund angezeigt. Hierbei dürfen sich die Hunde nicht von anderen Gerüchen oder Umwelteinflüssen ablenken lassen. 
Um IPO-Sport zu machen, ist es wichtig, dass der Hund einen sehr guten Grundgehorsam hat. 
Ziel ist die Ausbildung zum sozialen, ausgeglichenen und selbstbewussten Schutzhund, welcher die Übungen freudig und doch korrekt ausführen soll. 
Erforderlich ist nicht nur das Wissen bzw. der Sachverstand des Hundeführers sowie dessen Geduld und Einfühlungsvermögen, sondern auch ein großes Verantwortungsbewusstsein. 
Entscheidend sind hierbei Ausgeglichenheit, Nervenstärke und das Selbstbewusstsein des Hundes. 
Die IGP-Prüfungen erfolgen in drei Stufen mit unterschiedlich hohen Anforderungen. Voraussetzung ist wie auch bei anderen Hundesportarten die erfolgreich bestandene Sachkundeprüfung für den Hundeführer und die bestandene Begleithundeprüfung des Teams. 


Obedience


Obedience, sprich "O-bi-di-ens", ist eine Hundesportart mit dem Ursprung in England, bei der das "Ziel" ein nahezu perfekt arbeitender Hund ist. Doch hierbei gilt: „Der Weg ist das Ziel“- ein Weg der für den Hund aus einem einzigen Spiel besteht und den Hundeführer immer vor neue Herausforderungen stellt.
Beim Obedience können wir nichts erzwingen, wir sind vollständig auf die Kooperation und Lernwilligkeit des jeweiligen Hundes angewiesen. Deshalb ist Obedience auch für „Jederhund“ geeignet- egal welchen Ausbildungsstandes oder Alters. Jede Übung kann dem einzelnen Hund (oder Mensch-Hund-Team) so individuell angepasst werden, dass der Hund keine Fehler machen kann. Die Übungen werden in viele kleine Einheiten zerlegt, einzeln geübt und in kleinen Schritten- erst ganz am Ende zusammengesetzt. Es bedarf vieler Wiederholungen mit viel Motivation, Spiel und Bestätigung.
Gerade deswegen ist Obedience eine der faszinierendsten Hundesportarten, denn sie verbindet die verschiedensten Beschäftigungsmöglichkeiten und macht scheinbar spielerisch aus Mensch und Hund ein tolles Team.
Folgende Übungen werden in verschiedenen Prüfungsstufen gefordert:

  • Verhalten gegenüber anderen Hunden
  • Gebiss zeigen
  • Bleibübungen (Sitz und Platz werden in der Gruppe von mehreren Hunden ausgeführt)
  • Fußarbeit (Leinenführigkeit und Freifolge)
  • Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung
  • Kommen (auch unterbrochen von Steh und Platz)
  • Apportieren
    • auf ebener Erde
    • über eine Hürde
    • Metallapport
    • Bringen auf Anweisung (Richtungsapport)
  • Voraussenden in ein Viereck
  • Sprung über eine Hürde
  • Geruchsunterscheidung aus 6 Gegenständen
  • Kontrolle auf Distanz


Trainer: Petra Artz

Welpenstunde

 
Das Hauptziel der Welpenstunde liegt darin, die Bindung zwischen Mensch und Hund aufzubauen und diese zu stärken. 
In der Welpenstunde begegnet der Welpe Hunden anderer Rassen, die ungefähr den gleichen Entwicklungsstand haben. Durch den Kontakt mit seinen Artgenossen werden seine sozialen Fähigkeiten verbessert und er lernt schließlich, sich und sein Gegenüber besser einzuschätzen, indem er die Körpersprache der verschiedenen Hunderassen kennenlernt. 
Spielrunden finden ausschließlich mit gezielt ausgesuchten Spielpartnern statt. 
Ruhelernen, Impulskontrolle und Alltagsbegegnungen sind weitere wichtige Ziele. 

Ansprechpartner: Karin Altmann